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List & Label mit .NET Core 3.1 Unterstützung – jetzt von .NET Framework migrieren?

Veröffentlicht: Mittwoch, 12. Februar 2020 | 0 Kommentar(e)
 
Im Mai 2019 kündigte Microsoft an, das bisherige .NET Framework nicht mehr weiterzuentwickeln. Damit dürfte die aktuelle Version 4.8 das letzte Release gewesen sein. Das Unternehmen konzentriert sich von nun an auf die Weiterentwicklung von .NET Core. Für Entwickler stellt sich daher die Frage: Ist das Release von .NET Core 3.1 ein guter Zeitpunkt, um vom .NET Framework zu migrieren? Die gute Nachricht: Bei einer Migration müssen Sie nicht auf List & Label verzichten.

Für viele Unternehmen dürfte eine Migration von .NET Framework auf .NET Core eine Herkulesaufgabe sein. Oftmals müssen dafür Applikationen mit Millionen von Zeilen Code umgestellt werden. Deshalb sei schon mal vorab erwähnt: Es gibt keinen zwingenden Grund für eine Umstellung – weder technisch, noch rechtlich. Scott Hunter, Director of Program Management für .NET bei Microsoft, äußerte sich erst kürzlich:“.NET Framework 4.8 will be the last major version of .NET Framework. If you have existing .NET Framework applications that you are maintaining, there is no need to move these applications to .NET Core. We will continue to both service and support .NET Framework, which includes bug–, reliability– and security fixes.“

Allerdings, wer auch in Zukunft mit dem klassischen .NET Framework arbeitet, begibt sich technisch gesehen in eine Sackgasse. Denn Microsoft wird nur noch die .NET Core Technologie weiterentwickeln. So werden Bibliotheken wie ASP.NET Core und Entity Framework Core nicht mehr für das klassische .NET Framework ausgerollt. Auch einige Sprachfeatures in C# 8.0 wie Ranges, Indizes und asynchrone Streams werden nicht im .NET Framework 4.8 verfügbar sein. Zusätzlich bietet der Umstieg auf .NET Core 3.1 eine ganze Reihe von Vorteilen: 
 
  • .NET Core ist plattformunabhängig, sofern auf die UI Frameworks WinForms und WPF verzichtet wird
  • Deutlich höhere Performance dank neu eingeführter Sprachfeatures und Speicherverwaltungsklassen sowie einer modularen Architektur
  • Ein vereinfachtes Projektformat und Kommandozeilenwerkzeuge erleichtern die Integration in automatisierte Prozesse
  • Neue Softwarearchitekturen und Konzepte wie Razor Class Libraries und viele mehr
Natürlich gibt es auch einige Nachteile, die bei einer .NET Core Migration zu beachten sind. So sind nicht alle APIs aus dem klassischen .NET Framework in .NET Core enthalten. Das bedeutet, dass nicht alle Bibliotheken von Drittanbietern auf .NET Core laufen. Ein weiterer Aspekt ist die verkürzte Support-Dauer für Long Term Support Releases auf drei Jahre - zuvor waren es noch 10 Jahre. Die Qualität der Dokumentation erreicht leider noch nicht das Niveau von .NET Framework und das NuGet-Paketsystem kämpft trotz vieler Verbesserungen immer noch mit technischen Problemen.

Die Vor- und Nachteile von .NET Core machen die Migration zu einer Abwägungsfrage. Nützliche Tools wie der .NET Portability Analyzer helfen Entwicklern bei der Entscheidung. Als Fazit lässt sich aber festhalten: Bei bestehenden Applikationen sollte eine Migration auf .NET Core gut durchdacht sein, da wichtige APIs fehlen könnten. Aber, wer heute mit der Entwicklung einer neuen Applikation beginnt, sollte dies mit .NET Core tun. List & Label 25 gibt Entwicklern bereits heute die Möglichkeit, mit dem neuen .NET Core Framework zu arbeiten, wenn auch die Anwendungen dennoch nur auf der Windows-Plattform lauffähig sind. So waren zum Release von Version 25 die .NET Assemblies .NET Core 3.0 kompatibel. Und mit dem jüngsten Service Pack 25.001 (02/2020) ist List & Label natürlich auch für .NET Core 3.1 gewappnet.

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Autor: Daniel Stein
Consultant, Development & Cooperations

Daniel wurde bei combit zum Softwareentwickler ausgebildet. Neben der Softwareentwicklung betreut er auch technische Kooperationen mit Geschäftspartnern, hält Workshops für Entwickler und unterstützt das Sales- und Service-Team als Berater im technischen Bereich. In seiner knappen Freizeit findet man ihn auf seinem Mountainbike rund um den Bodensee und in den nahen Alpen.


 


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